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Bombis und Brockes: Erst Zuhören, dann Anpacken – Anhörung zeigt große Chancen für das Rheinische Revier auf

In einer ganztägigen Anhörung von Sachverständigen hat sich der Wirtschaftsausschuss des Landtags in der vergangenen Woche mit den Empfehlungen der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ zum Ausstieg aus der Kohleverstromung und den sich daraus ergebenden Bedingungen für das Rheinische Revier beschäftigt.

Ralph Bombis, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, begrüßt diese Beratung. „Heute lautete das Motto: Zuhören. Die Sachverständigen, darunter viele Akteure aus dem Rheinischen Revier, haben uns heute ihre Bewertung der Kommissionsergebnisse geschildert und vor allem ihre Vorstellungen für einen gelingenden Strukturwandel im Revier dargestellt. Diesen Input nehmen wir gerne auf, denn für die FDP-Landtagsfraktion ist klar: Der Strukturwandel kann nicht von oben verordnet werden. Er muss von unten, von den Akteuren in der Region selbst, gestaltet werden. Die Anhörung hat deutlich gemacht, vor welch großen Herausforderungen wir hier stehen, aber vor allem auch, welche Chancen das Rheinische Revier als Zukunftsregion hat. Es besteht Einigkeit, dass der Weg, den Nordrhein-Westfalen bei den Beratungen der Kommission gegangen ist, sich auszahlen wird. Das Revier ist bestens vorbereitet und hat eine umfangreiche Projektliste erarbeitet, die in den Abschlussbericht aufgenommen wurde. Nach dem Zuhören geht es nun ans Anpacken: Wir werden die Region auf ihrem Weg begleiten und auf Landesebene – zum Beispiel mit einer Sonderwirtschaftszone – die richtigen Rahmenbedingungen setzen.“

Dietmar Brockes, energie- und industriepolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, sieht das energische Eintreten der Landesregierung für einen verantwortungsvollen Ausstiegspfad positiv: „Als FDP hätten wir uns auf Bundesebene durchaus einen anderen Weg gewünscht, der eine zukunftsorientierte Energiepolitik mit marktwirtschaftlichen Elementen einschlägt. Der Auftrag der Kommission war aber mit dem Kohleausstieg von der Großen Koalition vorgegeben. Vor diesem Hintergrund ist das im Konsens erreichte Ergebnis für Nordrhein-Westfalen positiv. Die Bedingungen, die wir aus NRW an die Kommission gestellt haben, werden erfüllt. Dazu gehören die Versorgungssicherheit, die mit Revisionsklauseln abgesichert wird, die Bezahlbarkeit der Energie für Verbraucher und Industrie sowie ein sozialverträglicher Ausstieg. Diese Erfolge sind von vielen Sachverständigen heute ausdrücklich gewürdigt worden.“

Romina Plonsker und Ralph Bombis in die Zukunftsagentur Rheinisches Revier berufen

Pressemitteilung von Romina Plonsker MdL (CDU) und Ralph Bombis MdL (FDP)

Romina Plonsker und Ralph Bombis in die Zukunftsagentur Rheinisches Revier berufen

„Die Zukunftsagentur wird nur Erfolg haben, wenn wir gemeinsam an einem Strang in die richtige Richtung ziehen“

Die Landtagsabgeordneten Romina Plonsker (CDU) und Ralph Bombis (FDP) sind in die Zukunftsagentur Rheinisches Revier berufen worden. Die Zukunftsagentur hat die Aufgabe Innovationsstrategien und Handlungskonzepte zu entwickeln und damit den Strukturwandel im Rheinischen Braunkohlenrevier zu begleiten. Die Zukunftsagentur arbeitet eng mit Partnern aus der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Politik und den Verbänden innerhalb und außerhalb der Region zusammen. Die „Zukunftsagentur Rheinisches Revier“ entstand im Sommer dieses Jahres als Weiterentwicklung der Gesellschaft IRR – Innovationsregion Rheinisches Revier GmbH. Angesichts der bevorstehenden Aufgaben der Region – Stichwort: „Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ – solle die GmbH für ihre konkrete Aufgabe gestärkt werden. Sie werde ihre Arbeit als „Zukunftsagentur Rheinisches Revier“ fortsetzen, die Interessen, Projekte und Forderungen der regionalen Akteure im Strukturwandel weiter bündeln und koordinieren, erklärten Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat.

Neben den rheinischen Industrie- und Handelskammern und den rheinischen Handwerkskammern, der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, IG BCE, und dem Zweckverband Region Aachen sind die Städteregion Aachen, die Kreise Düren, Heinsberg und Euskirchen sowie der Rhein-Kreis Neuss und der Rhein-Erft-Kreis Gesellschafter der Zukunftsagentur. Vorsitzender der Gesellschafterversammlung ist der Landrat des Rhein-Erft-Kreises,, Michael Kreuzberg (CDU). 

Die Landtagsabgeordnete Romina Plonsker und Ralph Bombis sind beide ordentliche Mitglieder im Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Landesplanung des Düsseldorfer Landtages. Die CDU-Abgeordnete Plonsker, in ihrem Wahlkreis Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim im Rheinischen Revier direkt in den Düsseldorfer Landtag gewählt, ist Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion im Unterausschuss Bergbausicherheit. Der FDP-Abgeordnete Ralph Bombis aus Erftstadt ist der Sprecher seiner Fraktion im Landtagsausschuss für Wirtschaft, Energie und Landesplanung.

Plonsker und Bombis freuen sich über ihre Berufung. Ihre Aufgabe ist es nun, die Stimme des Landtages in der Zukunftsagentur hörbar zu machen. Für Bombis und Plonsker ist dennoch eines völlig klar: „Wir werden nur dann Erfolg haben, wenn wir gemeinsam an einem Strang in die richtige Richtung ziehen. Wir alle sind das Rheinische Revier.“ 

Patricia Peill (CDU), Romina Plonsker (CDU) und Ralph Bombis (FDP) zur Zukunft des Rheinischen Reviers:

Patricia Peill (CDU), Romina Plonsker (CDU) und Ralph Bombis (FDP) zur Zukunft des Rheinischen Reviers:

Strukturwandel mit den Akteuren vor Ort zum Erfolg bringen

CDU und FDP haben einen gemeinsamen Antrag zum Strukturwandel im Rheinischen Revier ins Plenum eingebracht. Dazu erklären die CDU-Abgeordneten Patricia Peill und Romina Plonsker, sowie der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion Ralph Bombis:

„Der Strukturwandel ist eine kontinuierliche Gestaltungsaufgabe. Die NRW-Koalition wird die notwendigen Weichenstellungen auf Landesebene vornehmenund sich auf Bundesebene konsequent für die Interessen des Rheinischen Reviers einsetzen. Denn es verdient auf allen Ebenen  jede Unterstützung.  Es gilt, beim Strukturwandel Strukturbrüchezu vermeiden, Perspektiven für neue und zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen und die Region als Zukunftsrevier aufzustellen. Dazu müssen auch entsprechende Unterstützungsimpulse von Land und Bund kommen. Insbesondere derBundesregierung kommt dabei die Verantwortung zu, auskömmliche Mittelbereitzustellen, um denStrukturwandel im Rheinischen Revier langfristig und zukunftsorientiert abzusichern. Das Land sollte zudem bereits vor Inkrafttreten des geänderten LEP die Regionalräte Köln und Düsseldorf bei Fragen der Flächenausweisung und -entwicklung unterstützen.

Das Rheinische Revier hat alle Chancen und Potenziale, den Strukturwandel erfolgreich zu gestalten. Es kann auf seine vorhandenen Stärkenbauen, um neue Wertschöpfung aufzubauen. Zu diesen Stärken gehören die exzellenten Wissenschaftsstandorte, zahlreiche innovative Unternehmen sowie bereits vorhandene Netzwerkstrukturen. Wir setzen daher auch auf die Arbeit der Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR). Im September dieses Jahres hatte die ZRR bereits Eckpunkte eines Wirtschafts- und Strukturprogramms „Das Rheinische Zukunftsrevier“ vorgelegt. Damit hat sie einen ersten Anstoß für Projekte und Maßnahmen der Transformation des Reviers gegeben. Diese Eckpunkte müssen nun weiterentwickelt und umgesetzt werden. Nicht das Land kann und darf – sozusagen „von oben herab“ – vorschreiben, was zu tun ist. Die Akteure vor Ort haben sich in vorbildlicher Kooperation selbst auf den Weg gemacht. Sie selbst wissen am besten, was ihre Kommunen, ihre Region, ihre Unternehmen und ihre Bürgerinnen und Bürger für eine zukunftsfähige Entwicklung benötigen.“